Manchmal sind spontane Ideen ja bekanntlich die Besten: Das erwies sich auch wieder einmal beim Benefizspiel zu Gunsten der Lebenshilfe zwischen Pokalfinalisten der Frauen, der SG Wahnebergen/Westen und dem Sieger des Kreispokals der Männer, Rot-Weiß-Achim.

 

Die Idee dazu entstand beim gemeinsamen Bankett der Pokalfinalisten. „Wir freuen uns, dass RW Achim sofort von der Idee begeistert war und wir gemeinsam helfen können“, freute man sich auf Seiten der gastgebenden Spielgemeinschaft. So hatten sich etwa 100 Zuschauer am Donnerstag, den 24. Juni am Sportplatz „Unter den Eichen“ in Wahnebergen eingefunden, um sich den „helfenden Kick“ anzusehen. Der Wettergott meinte es an diesem Abend wirklich nicht gut mit Spielern und Zuschauern. Nach einer Woche traumhaften Sommerwetters fing es beinahe pünktlich zum Anstoß zu regnen an, als hätte der Himmel all seine Schleusen geöffnet. Trotz der widrigen Wetterbedingungen entwickelte sich auf dem hervorragend bespielbaren Platz ein spektakuläres und technisch anspruchsvolles Spiel, bei dem der Fair-Play-Gedanke immer erkennbar war.

Fair Play schon beim Mannschaftsfoto: Bunt gemischt nehmen die Spielerinnen und Spieler aus Achim und Wahnebergen Aufstellung FOTO: Rengstorf

Das zeigte sich bereits vor dem Spiel, denn, um das Kräftegleichgewicht wieder herzustellen, hatte man gemischte Mannschaften gebildet. Voller Einsatz und Zweikämpfe, die stets fair geführt wurden, Ballstaffetten  mit gekonnten Steilpässen und viele Tore prägten das Bild der ersten Halbzeit. Das schönste Tor dieses Abends erzielte wohl Sina Bauer, die nach gutem Zuspiel den herausstürzenden Torwart mit einem gefühlvollen Lupfer überwand. Vier zu vier stand es nach den ersten 40 Minuten. In der Halbzeit nutzen die Zuschauer die Möglichkeit, sich bei „Stadionwurst“ und Bier, das von einer großen Privatbrauerei gespendet worden war, zu stärken und auch Party- und Stadionhits verkürzten bei mittlerweile fast unwetterartigem Regen das Warten auf die zweite Halbzeit.

 Auch in diesem Spiel war nicht jeder Schuss ein Treffer. 12 Tore gab es dennoch zu sehen.

Auch in den zweiten 40 Minuten entwickelte sich ein rasantes Spiel, wobei die Passgenauigkeit durch den inzwischen sehr schnell gewordenen Rasen beeinträchtigt wurde. So entstanden die gefährlichsten Aktionen jetzt aus Kontersituationen und Sololäufen. Eine davon führte zur Schrecksekunde des Abends als sich die Torfrau der SG Wahnebergen nach einem unglücklichen Zusammenprall in Folge eines Laufduells verletzte und nicht mehr weiter spielen konnte. Doch auch hier zeigte sich der Fair-Play-Gedanke. Spieler beider Mannschaften und der Schiedsrichter besorgten Eisbeutel und kümmerten sich um die Spielerin, die bei Abpfiff bereits wieder etwas lächeln konnte. So musste dann eine Feldspielerin ins Tor. Insgesamt fielen in der zweiten Halbzeit noch 4 Tore, sodass das Spiel mit sieben zu fünf für RW-Achim endete. Aber, dass Ergebnis war an diesem Abend reine Nebensache.

 Volle Konzentration auf den Torschuss. Der Einsatz stimmte auf beiden Seiten an diesem Abend.

Die Lebenshilfe im Landkreis Verden bedankt sich für so viel Engagement und Einsatz bei allen beteiligten und für ein sehr sehenswertes Fußballspiel, was noch viel mehr Zuschauer verdient gehabt hätte.  

Zusätzliche Informationen