Übernahme aus der Verdener-Aller-Zeitung vom 25.07.2014

Wer sich im alten Öllager des Stadtwaldes in Baden umschaut, entdeckt allerlei: Umringt von der Natur, findet sich dort der Waldkindergarten mit Wohnwagen, der Dirtpark mit BMX-Fahrern, Hunde, Eichhörnchen, ja, sogar, Krähen, die ihre Nester hoch in den Wipfeln der Bäume bauen. So detailreich gelang das Modell, das Hortkinder aus Baden mit dort gesammelten Materialien gebastelt haben.

Nun ziert es, als Teil einer Ausstellung das Rathausfoyer. Mit einem kleinen Rahmenprogramm, vom Tanz bis hin zum Gitarrenspiel, und einer Begrüßung durch den ersten Stadtrat Bernd Kettenburg wurde die Schau gestern eröffnet.

 

Die Badener Hortkinder mit ihrem Ausstellungsstück, einem Modell des Öllagers FOTO: Duncan

Die Ausstellung kam durch das Projekt „Unsere schöne bunte Stadt Achim“ zustande. Dafür haben sich Hortkinder über einen längeren Zeitraum mit ihrem Ortsteil beschäftigt und ihre Umgebung erkundet. Beteiligt sind die Horte Paulsberg sowie Bierden und Baden der Lebenshilfe Verden. Die Horte versorgen Schulkinder aus Achim, Baden, Bierden, Uesen und Uphusen. „Wir wollten zeigen, dass Hort nicht nur Betreuung, sondern auch einen Erziehungs-und Bildungsauftrag beinhaltet“, sagte Edith Rehling, Hortleitung der Lebenshilfe Verden für die Horte der Stadt Achim. Die Stadt führt die Hort-Arbeit für die Lebenshilfe Verdenaus. „Das ist eine freiwillige Arbeit, die wir gerne machen“, betonte Bernd Kettenburg der das Projekt lobte, weil es die „Verbundenheit zu dem Ort, in dem man wohnt“ fördere.

Gitarrenspiel als Beispiel für gelungene Bildungsarbeit im Hort FOTO: Duncan

Für die Badener Hortkinder ist das Öllager der erklärte Lieblingsort. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal für Baden“, sagte Gerald Brunken, Erzieher im Hort Baden. Das Gelände biete genügend Möglichkeiten für Naturerfahrungen. Beim Bauen von Weiden-Tipis oder Höhlen werde zudem die soziale Zusammenarbeit gestärkt. Über die Erkundung drehten die Erzieher auch einen Film mit den Kindern, der im Elternkreis vorgeführt wurde. Die Ausstellung wird noch drei Wochen im Rathausfoyer gezeigt. (ldu)

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