Übernahme aus der Verdener Aller-Zeitung vom 22.10.2014

 

„Was kann schöner sein, als am Morgen in strahlende Kinderaugen zu schauen“, freute sich Samtgemeindebürgermeister Gerd Schröder, der im Rahmen des 15. Geburtstags der Lebenshilfe-Kindertagesstätte „Taka Tuka“ mit einem Lied und einem Präsent für den heimischen Garten verabschiedet wurde.

 

Schröder war vor 15 Jahren als Gemeindedirektor maßgeblich daran beteiligt und hatte viele Steine aus dem Weg geräumt, um die Kindertagesstätte in der 1884 erbauten alten Schule in Thedinghausen einzurichten. Die Taka-Tuka-Leiterin Anne Jahnke hatte mit ihrem Mitarbeiterteam und den zurzeit 43 Kindern in drei Gruppen unter Beteiligung der Elternschaft ein kleines Jubiläumsfest organisiert.

Nach der offiziellen Eröffnungsrede und einem Abschiedslied „Ich schenk dir einen Regenbogen“ (Freude schöner Götterfunken) war für die Kinder und Besucher ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit Spiel und Spaß vorbereitet. Am Nachmittag gab es einen Luftballonweitflug. Gespannt dürfen die Kinder auf Post warten.

Buntes Treiben herrschte bei der Geburtstagsfeier der Taka-Tuka-Kindertagesstätte. Die Kleinen hatten sichtlich ihren Spaß. FOTO: ha

Das Angebot der Einrichtung umfasst die „Hoppetosse“, eine Kinderkrippe mit 15 Plätzen für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren, die „Kleckse“, eine Regelgruppe mit 22 Plätzen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren und die „Murmeln“, eine heilpädagogische Gruppe mit sechs Plätzen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren.

„Schon seit 1999 arbeiten die drei Gruppen kooperativ zusammen, das heißt: Bei uns spielen und lernen behinderte und nicht behinderte Kinder im Sinne der Inklusion gemeinsam. Grundlage unserer Arbeit ist dabei das sogenannte ‘offene Konzept‘, bei dem die Kinder die Möglichkeit haben, im Tagesgeschehen einen hohen Anteil der Entscheidungen eigenverantwortlich zu übernehmen“, erläuterte Leiterin Anne Jahnke. Im Alltag bedeutet das, dass jedes Kind seinem tatsächlichen Bedarf entsprechend gefördert wird, aber auch, dass die Kinder als autonome Wesen mit ihren individuellen Wünschen und Vorstellungen respektiert werden.

Ein klar strukturierter und ritualisierter Tages- und Wochenablauf verschafft den Kindern – bei all der Freiheit – eine wichtige und erforderliche Orientierungshilfe. „Das kommt nach wie vor an“, freute sich Klaus-Jürgen Zierrott als Aufsichtsratsmitglied der Lebenshilfe, der auch schon bei der Einweihung des Hauses dabei war und die Entwicklung stets verfolgt hat. (ha)