Übernahme aus Verdener-Aller-Zeitung vom 02.05.13

„Wir haben wirklich allen Grund zum Feiern“ betonte Michael Grashorn, Pädagogischer Leiter der Lebenshilfe im Landkreis Verden. 50 Jahre gibt es den Verein du 20 Jahre den integrativen Kindergarten und das wurde bei schönstem Sonnenschein mit einem Fest begangen. Die Kindergruppen der Eitzer Einrichtung hatten dazu ein Programm vorbereitet, das vor Lebendigkeit und Fröhlichkeit strotzte. Zu beliebten Kinderliedern wie „Schnischnaschnappi“ bewegten sich die Kinder locker und gekonnt.

 Die Kinder hatten ein lebendiges Programm einstudiert, um die Besucher des Festes zu unterhalten Fotos: Zeuner (Verdener Aller Zeitung)

Zwischendurch berichtete Wilhelm Dunker, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, aus der bewegten Geschichte des Vereins: 1963 tat die Lebenshilfe Eitze ihre ersten Schritte. Damals lebten 80 Prozent der behinderten Kinder in Heimen.„Ziel der Lebenshilfe war es von Anfang an, Eltern Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.“, machte Dunker deutlich.

 Wilhelm Dunker erinnerte an die 50-jährige Geschichte der Lebenshilfe im Landkreis Verden

1966 habe die Lebenshilfe mit 40 Kindern das alte Schulhaus in Eitze bezogen. Das Dorf habe die Lebenshilfe schon damals rechtselbstverständlich aufgenommen, wusste Dunker.

1978 habe die Lebenshilfe dann einen großen Schritt gewagt. Ein neues Haus wurde gebaut und später erweitert. Ein nicht geringes Abenteuer, das sich gelohnt habe. Heute werden 730 Kinder an den verschiedenen Standorten der Lebenshilfe in Kirchlinteln, Oyten, Dörverden, Thedinghausen, Achim und Baden betreut.

 

Das Stichwort der Stunde sei „Inklusion“, behinderte und nichtbehinderte Kinder spielen und lernen bei der Lebenshilfe gemeinsam. Das Bild habe sich seit den Anfängen also geändert. Heute treffe man überall, auch bei diesem Fest, auf das zumeist gelingende und sich gegenseitig befruchtende Miteinander aller Kinder. Erste Schritte in diese Richtung habe die Lebenshilfe mit ihrem damals neuen pädagogischen Leiter Michael Grashorn 1988 eingeleitet. Grashorn und Dunker betonten gegenüber der Verdener Aller-Zeitung die gute Beziehung zu Stadt und Landkreis: „Über die Jahre sind viel Kontakte entstanden, die unsere Einrichtungen mittragen.“

 

Noch heute sei die Lebenshilfe letztlich ein Elternverein. Noch immer haben Eltern die Mehrheit im Vorstand. Gunda Schmidtke von Fokus und stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Verden sprach von einem „großen Wir-Gefühl“ das in den Einrichtungen der Lebenshilfe zu spüren sei. Dazu trage das Personal viel bei, das altgediente und immer wieder auch ganz junge Kräfte vereine. Der Verein hat eine pädagogische und eine wirtschaftliche Leitung. Auch das gehöre, so Grashorn, zum Erfolgsgeheimnis der Eitzer Lebenshilfe, die vor allem aber noch immer von der Mitarbeit der Eltern lebe.Viele Elterngenerationen hätten für die nachfolgenden vorgearbeitet und von dem Engagement ihrer Vorgänger gelebt. Dass das so bleibt, ist der größte Wunsch von Grashorn und Dunker.

Nach dem unterhaltsamen Programm, bei dem Eltern, Großeltern und Freunde kräftig applaudierten, gab es einen Spieleparcours. Für das leibliche Wohl sorgten am diesem Nachmittag die Eltern der Einrichtungskinder.Zum Abschluss des Festes ließen die Teilnehmer Luftballons mit Wünschen zum Himmel aufsteigen.Nicht wenige davon sind nach 50 Jahren schon in Erfüllung gegangen. (jz)