Übernahme aus der Verdener-Aller-Zeitung vom 01.03.2014

Zwar verbringen bereits seit August acht kleine „Waldschrate“ ihren Vormittag in dem Kindergarten auf dem Gelände der Stadtwaldfarm, offiziell wurde er aber erst gestern mit einer kleinen Eröffnungsfeier eingeweiht. Träger des Betreuungsangebots sind die Lebenshilfe  im Landkreis Verden und die gemeinnützige Fokus Familien- und Sozialdienstleistungen GmbH

„Nach längerem Anlauf haben wir einen besonderen Kindergarten geschaffen“, sagte Jürgen Doldasinski, Geschäftsführer der Lebenshilfe im Landkreis Verden, in seiner Begrüßungsrede.Er dankte allen Beteiligten für den „langen Atem“ und die Geduld. Sein besonderer Dank galt der Stadt Verden, die die Kita mit einem Investitionskostenzuschuss von bis zu 16500 Euro und einem Betriebskostenzuschuss von bis zu 68000 Euro unterstützt. Dankbarkeit ging auch an Waldpächter Martin Jonas, der das Gelände zur Verfügung stellt, in dem sich die Waldkinder meistens aufhalten. „Es hat mir Freude gemacht, dieses tolle Projekt mitzugestalten und wachsen zu sehen“, so Doldasinski.

Der Waldkindergarten ermögliche den Kindern, die Natur direkt zu erleben, das sei ein stabiles Fundament für das spätere Leben. Die Tiere der Stadtwaldfarm seien da natürlich eine schöne Zugabe, sagte Doldasinski und dankte in diesem Zusammenhang Gunda Schmidtke, Geschäftsführerin der Fokus-Gesellschaft. Die stellvertretende Bürgermeisterin Jutta Sodys überbrachte Grüße von Stadtrat und Verwaltung. Als weiteres Angebot in der frühkindlichen Erziehung hätten diese den neuen Kindergarten begrüßt. „Es ist wunderbar, wenn Kinder täglich draußen spielen und die frische Luft genießen“, sagte Sodys. So würden siespielerisch lernen, Natur und Lebewesen zu achten und Regeln einzuhalten.

 Hier sitzen Taavi, Lotta, Nuri, Samuel, Lajs, Kjell und Alva gerade einmal brav auf einem Baumstamm. Meistens aber  toben sie ausgelassen durch die Natur. FOTO: Haubrock-Kriedel


Dass es den Kindern Spaß macht, sich in der Natur zu bewegen, merkt man ihnen an. Ausgelassen balancieren sie auf einem Baumstamm oder toben durch die Schutzhütte, die ihnen bei schlechtem Wetter als Unterschlupf dient. Ihr Spielmaterial holen sie sich vorwiegend aus der Natur. Kindergartenleiterin Indra Siedschlag betreut gemeinsam mit ihren Kolleginnen Jana Thiele und Elena Müller die Kinder von 8 bis 12, beziehungsweise 13 Uhr. Auch die kältere Jahreszeit habe ihnen nichts ausgemacht, da gab es zum Aufwärmen morgens einen Spaziergang in die Verdener Dünen. Und gegen kalte Hände sind Wärmepacks in den Taschen ein hervorragendes Mittel.

Übrigens: Voll belegt ist der Waldkindergarten noch nicht. Da 15 Betreuungsplätze vorgesehen sind, können noch sieben Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren aufgenommen werden. (ahk)